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Vorteile und Funktion


Eine wesentliche Bedeutung für das gesundheitliche Versorgungssystem und seinen Kostenträger hat zunächst die Frage nach der Kosteneinsparung. Die Teilnahme an Selbsthilfegruppen ist kostenlos, sie tragen sich in den meisten Fällen selbst, und sind daher auf Spenden angewiesen oder werden in nur geringen Umfängen und sehr selten öffentlich gefördert. Die Kostenfrage sollte aber nur ein sekundärer Aspekt sein.

Selbsthilfegruppen tragen an erster Stelle auch zu einer Entlastung therapeutischer und pädagogischer Einrichtungen bei, da durch sie lange Wartelisten aufgrund von Engpässen verringert werden können. Therapeutische Maßnahmen können so unterstützt und gefestigt werden. 

Selbsthilfegruppen stellen allerdings keinen Therapie-Ersatz dar, sind vielmehr als Ergänzung mit dem Ziel einer umfassenden Rehabilitation zu verstehen. In Überbrückungszeiten und langandauernden Therapien leisten sie wichtige Hilfen. Ihre Kapazität ist nahezu unbegrenzt, sie sind vor allem auch in Gebieten therapeutischer Unterversorgung leicht einzurichten und sehr flexibel, indem sie rasch auf neue Bedürfnisse reagieren können. Sie bieten somit vielseitige Anwendungsbereiche und große Variationsmöglichkeiten und stellen eine Erweiterung der professionellen Angebote dar.

Nicht zuletzt haben Selbsthilfegruppen auch eine wichtige präventive Bedeutung, indem sie dazu beitragen, bei den Betroffenen eine Eigenverantwortlichkeit für ihre Gesundheit zu entwickeln und so das weitverbreitete passive Arzt-Patient-Verhältnis durchbrechen. 

Die Übernahme einer Aktivität in eigener Sache fördert die Möglichkeit zur Reform von festgefahrenen Strukturen, die nicht mehr den Anforderungen unserer Zeit entsprechen. So kann eine kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten gekoppelt mit einem hohen Maß an Selbstverantwortlichkeit innerhalb der Selbsthilfegruppen die Mitglieder motivieren, sich zunehmend auch an die Öffentlichkeit zu wenden und somit auch sozialpolitisch wirksam zu werden. 

Von allen Vorteilen der Selbsthilfegruppen profitieren auch die Betroffenen, denn die Gruppenmitglieder machen eine Reihe von lebensbedeutsamen und evt. auch lebensverändernden Erfahrungen. 

Sie stellen z. B. fest, dass auch andere Gruppenmitglieder von einem ähnlichen Schicksal betroffen sind, vielleicht noch einschneidender als sie selbst. Sie können sich in dieser Gemeinschaft akzeptiert und geborgen fühlen. 

Durch den Austausch mit Gleichbetroffenen können Wege der Verarbeitung, Krankheitsbewältigung und Problemlösung gefunden werden. Rechtliche und fachliche Aspekte können ausgetauscht oder gemeinsam erarbeitet werden. Die Gemeinschaft kann dazu motivieren, wieder aktiv zu werden und eigene Interessen stärker zu vertreten.

Sind Angehörige Mitglieder einer Selbsthilfegruppe, so können diese u. U. dazu beitragen, Schwierigkeiten in Beziehungen abzubauen oder die Fähigkeit, Beziehungen zu anderen aufzubauen, wieder zu aktivieren. Eine Steigerung des Selbstwertgefühls und der Eigenverantwortlichkeit ist nicht selten als positive Folge an der Teilnahme bei Selbsthilfegruppen anzutreffen. 

Sozialpolitische Bedeutung kommt Selbsthilfegruppen zu, wenn sie ihren Anspruch an Öffentlichkeitsarbeit verwirklichen. Es werden nicht nur Missstände im gesundheitlichen Versorgungssystem aufgezeigt, sondern es wird z. B. auch über Krankheitsbilder aufgeklärt. Sie bieten darüber hinaus auch neue Formen der Lebens- und Krankheitsbewältigung, wie sie in unserer Zeit erforderlich geworden sind, und für die sich unser institutionalisiertes Versorgungssystem als nur unzureichend flexibel erwiesen hat.

Die „Effektivität“ von Selbsthilfegruppen darf nicht allein an quantitativen Aspekten gemessen werden. Die Hintergründe sind komplex und nur schwer operationalisierbar, zumindest nicht, ohne dabei den eigentlichen Gedanken und die eigentlichen Prinzipien von Selbsthilfe in Form einer „Fremdeinwirkung“ zunichte zu machen.

Die Gründung von Selbsthilfegruppen kann mit Problemen vielfältiger Art verbunden sein. Geringere Schwierigkeiten liegen vor allem in Fragen der Organisation. 

Es kann zunächst damit beginnen, einen passenden Raum zu finden, der gut erreichbar, möglichst kostenlos und behindertengerecht eingerichtet ist. Die meisten Selbsthilfegruppen treffen sich in Räumlichkeiten, die ihnen von Gemeinden oder Verbänden zur Verfügung gestellt werden. Ist die Raumfrage geklärt, bleibt die Aufgabe, die in Frage kommende Personengruppe zu erreichen und Mitglieder zu werben.

Bei allen Anfangsschwierigkeiten gibt es die Möglichkeit der Unterstützung durch nationale und internationale Kontakt- und Informationsstellen, wie sie in fast jeder größeren Stadt zu finden sind. Die Hauptarbeit der Kontaktstellen besteht in der Betreuung, Vermittlung und Beratung von Selbsthilfegruppen-Interessenten in Form von organisierten Treffen (Gesamttreffen) und „Neuen-Treffen“. Auch für diese Kontaktstellen ist die Absicherung durch öffentliche Mittel eingeschränkt. Die Kontaktstellen sehen ihre Aufgabe im Schutz der Autonomie aller beteiligten Gruppen und der Freiwilligkeit der Inanspruchnahme aller von ihnen angebotenen Dienstleistungen 

Speziell für chronisch Kranke und Behinderte existiert in der Bundesrepublik die Bundesarbeitsgemeinschaft „Hilfe für Behinderte“, in der über 50 Selbsthilfeorganisationen zusammengeschlossen sind.

Neben den „Empfehlungsschwellen“, die bei Fachleuten aus vielerlei Gründen bestehen, stellen Informationsmangel und zu geringe Öffentlichkeitsarbeit entscheidende Zugangsbarrieren dar. 

Bei einer ohnehin schon verminderten Motivation und Antriebskraft erfordert der erstmalige Besuch einer Selbsthilfegruppe für viele Betroffene zunächst auch eine gehörige Portion an Mut und Selbstüberwindung. 

Eine empirische Untersuchung zu dieser Fragestellung ergab, dass viele Teilnehmer angaben, beim ersten Treffen eine allgemeine Angst vor einer Gruppe von Menschen zu empfinden und demzufolge auch Angst haben, vor der Gruppe von eigenen Problemen zu sprechen und sie zuzugeben, oder gar beschämt zu werden. Die gleiche Untersuchung ergab aber, dass sich diese Ängste schon bald in ausgesprochen positive Gefühle wie Solidarität, Zugehörigkeit, Wohlbefinden umwandeln.

Als Problem können sich im Verlauf der Gruppenarbeit auch die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Mitglieder erweisen. 

Dominantes Auftreten kann einerseits dazu führen, dass sich zurückhaltende Gruppenmitglieder minderwertig fühlen, oder sich ungewollt hierarchische Strukturen entwickeln. Passivität einzelner oder Probleme von sich oder über sich zu erzählen, können zur Verminderung der Motivation und zu Interessenminderung oder -verlust führen.
Nicht in allen Fällen wirkt sich die Anwesenheit von Angehörigen positiv aus. Es kann durchaus dazu kommen, dass sich anfangs Ängste entwickeln, z. B. partnerschaftliche Probleme anzusprechen, um den anderen nicht zu verletzen oder ihm zu nahe zu treten. Auch durch sprachlich unterschiedliche Fähigkeiten können Barrieren aufgebaut werden.

Ein weiteres Problemfeld betrifft die Finanzierung der Selbsthilfegruppen. Die meisten Selbsthilfegruppen sind gezwungen, ihre Finanzierung durch freiwillige Spenden aus der Gruppe oder von außen zu ermöglichen. 

Auch die personelle Förderung von Selbsthilfegruppen, insbesondere den Kontaktverbänden, ist kaum gesichert. Erst seit Beginn der 80erJahre erhalten Selbsthilfegruppen zunehmend Anerkennung durch die Medien, die zumeist über die ohnehin bereits etablierten Gruppen berichten und kleinere, weniger bekannte Selbsthilfegruppen selten berücksichtigen. 

Hinzu kommt, dass die Auswahl der Förderung sich meist nach Aspekten der Effektivität und Effizienz richtet und häufig bestimmte Absichten impliziert. So ist auch der Aspekt der Förderung von Selbsthilfegruppen wieder mehrfach determiniert, denn die Freiräume einer solidarischen Problembewältigung und Selbstverwirklichung sollten in jedem Fall erhalten bleiben. 

Termine

2020
6. Juli 2020
Gesprächsrunde mit Chefarzt Dr. Steiner & OA Dr. Rosenberg, PCa-Zentrum Helios Klinikum Meiningen, zu neuen Erkenntnissen in der Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms bzw. Metastasen
14.30 Uhr
Veranstalter: SHG Südthüringen
Veranstaltungsort: Begegnungsstätte der Volkssolidarität, Karlsallee 2, 98617 Meiningen

 

6. Juli 2020
Vortrag von Christiane Herrmann, Heilpraktikerin, zum Thema „Gesund und ohne Schmerzen bis ins hohe Alter“
17.30 Uhr
Veranstalter: Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Mariendorf (Berlin) e. V.
Veranstaltungsort: Gemeindehaus, Friedenstraße 20, 12107 Berlin

 

7. Juli 2020
Vortrag von Dr. Uwe Forner, Ltd. Oberarzt , Klinik für Urologie: „Herr Doktor ich habe da mal eine Frage“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

18. Juli 2020
24. Krebsinformationstag am CCC Tübingen-Stuttgart
10.00 bis 16.00 Uhr
Veranstalter: Comprehensive Cancer Center Tübingen-Stuttgart
Veranstaltungsort: Crona-Kliniken Berg, Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen, Gebäude 400/420, Plenum: Großer Hörsaal Ebene B04 und Nachbarhörsaal mit Videoübertragung
Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie im Veranstaltungsflyer

 

4. August 2020
Vortrag von Fr. Dr. S. Lenz, OÄ Klinik für Anästhesiologie: „Anästhesie (Narkose) im Alter – Wirkung und Nebenwirkung“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

10. August 2020
Vortrag von G. Sappelt, SHG Wuppertal e.V., zum Thema „Lu-PSMA-Therapie - Bericht eines Patienten
mit Prostatakrebs“
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: Alte Personalkantine im Verwaltungsgebäude des Knappschaftskrankenhauses Bottrop, Osterfelder Str. 157, 46242 Bottrop statt - Gebäude hinter dem Krankenhaus, neben dem Reha-Zentrum prosper

 

23. August 2020
175-jähriges Jubiläum des St.-Marienhospitals in Borken
10.00 bis 18.00 Uhr
Veranstalter: St.-Marienhospital Borken
Veranstaltungsort: St. Marienhospital, Am Boltenhof 7, 46325 Borken
Die SHG Borken und Umgebung wird mit einem Infostand vertreten sein

 

1. September 2020
Vortrag von Chefarzt PD Dr. G. Meckenstock, Marienhospital GE: „Aktuelle Entwicklung in der medikamentösen Tumortherapie“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

14. September 2020
Gruppengespräch mit Facharzt M. Lünzmann, Urologe in Bottrop
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: Alte Personalkantine im Verwaltungsgebäude des Knappschaftskrankenhauses Bottrop, Osterfelder Str. 157, 46242 Bottrop
statt - Gebäude hinter dem Krankenhaus, neben dem Reha-Zentrum prosper

 

6. Oktober 2020
Vortrag von Dr. Christian Kories, Facharzt für Urologie : „Immuntherapie bei Prostatakrebs“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

10. Oktober 2020
Patientenforum mit Vorträgen von Prof. Schlomm: „Frühzeitiger Zugang zu innovativen Behandlungsmethoden im Hauptstadturologie Netzwerk für Patienten, Ärzte und Klinikum"; Dr. Schenk: „Erfahrung eines langjährig erfolgreich tätigen Urologen bei der Behandlung des Prostatakrebses und die Motivation zur Gründung eines Prostatakarzinom-Zentrums"; Dr. Tillak: „Arbeit des klinischen Krebsregisters für Brandenburg und Berlin"; Prof. Popken: „Die Macht der Maschinen – Wandel in der Therapie des Prostatakarzinom"
9.00 bis 12.00 Uhr
Veranstalter: Regionalverband Neue Bundesländer
Veranstaltungsort: Seminaris SeeHotel Potsdam, An der Pirschheide 40, 14471 Potsdam

 

12. Oktober 2020
Vortrag von Dr. med. G. Lövey, Facharzt für Strahlentherapie, BORAD Bottrop, zum Thema „Strahlentherapie beim Prostatakrebs“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: Alte Personalkantine im Verwaltungsgebäude des Knappschaftskrankenhauses Bottrop, Osterfelder Str. 157, 46242 Bottrop
statt - Gebäude hinter dem Krankenhaus, neben dem Reha-Zentrum prosper

 

13. Oktober 2020
Vortrag von Prof. Dr. Cordula Jilg, Uni- Prostatazentrum Freiburg, Urologie, zum Thema „Radioguided Surgery (Aufspüren von radioaktiv markierten Läsionen mit einer Gammastrahlen-Sonde“
19.00 Uhr
Veranstalter: SHG Freiburg
Veranstaltungsort: Klinik für Tumorbiologie (EG), Breisacher Str. 117, 79106 Freiburg

 

3. November 2020
Vortrag von Dr. Th. Peiler, Facharzt für Urologie: „Prostatakrebs und Sexualität“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

4. bis 5. November 2020
SHG Therapieseminar
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: „Die Wolfsburg“, Falkenweg 6, 45478 Mülheim a.d.Ruhr

 

1. Dezember 2020
Veranstaltung für angemeldete Gäste
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

 

 

 

 

 







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